Ausbildung Gestalttherapie

Aufbau der Ausbildung in Gestalttherapie

Die zweijährige Ausbildung in Gestalttherapie baut auf der Ausbildung in Psychologischer Beratung auf.

Der Schwerpunkt der Ausbildung verschiebt sich  zu Themenzentrierten Seminaren zur Vermittlung therapeutischer Kompetenz,   eigener therapeutischer Arbeit unter Supervision und Selbsterfahrung.


Gruppe_Innen_runde

Impression eines Seminars

 

Themenzentrierte Seminare

Die themenzentrierten Seminare sind Selbsterfahrungsseminare der besonderen Art: ein bestimmtes Thema zieht sich wie ein roter Faden durch das Seminar.

Eigene Erfahrungen der TeilnehmerInnen zum Thema bilden den Ausgangspunkt des Seminars.

Durch die TrainerInnen und Referate (s. Referate) wird eine theoretische Fundierung des Themas geleistet.

Die Themen sind:

  1. Traumarbeit
  2. Intensivseminar – Theorie und Praxis der Gestalttherapie (5 Tage)
  3. Supervision II
  4. Theorie II
  5. Aktionstherapie II Arbeit mit Objekten
  6. Seminar mit Angehörigen
  7. Sexualität
  8. Gruppendynamik – Gewaltfreie Kommunikation
  9. Aktionstherapie III Body metaphores
    (auch mit Partner möglich)
  10. Psychosomatik
  11. Wesen und Charakter
  12. Krisenmanagement
  13. Supervision III
  14. Abschluss Workshop mit Kolloquium

 

GA_Pyramide

Multimediale Vermittlung und Präsentation der Inhalte

Supervisionsseminare

Bereits zu Beginn der Ausbildung fangen die TeilnehmerInnen an, in Kleingruppen unter Supervision miteinander zu arbeiten. Unsere Ausbildung will praxisnah beratende und therapeutische Kompetenz vermitteln. Deshalb arbeiten unsere TeilnehmerInnen in einem geschützten Rahmen sehr viel im Sinne von „learning by doing“. Die Arbeit unter Supervision bietet die Möglichkeit kritischer Reflektion dieser Arbeit.
Die Arbeit mit KlientInnen wird in der Ausbildung Gestalttherapie von den EinzelanalytikerInnen supervisorisch begleitet. Die TeilnehmerInnen legen zum Abschlusscolloqium der Prüfungskommission eine schriftliche Ausarbeitung eines Falles vor.

 

Selbsterfahrung

Wichtige Fähigkeiten werden durch die Selbsterfahrung entwickelt:

  • Empfindungen wahrzunehmen
  • Gefühle zu benennen
  • Emotionen zu zeigen
  • Rückmeldungen zu geben
  • Verhalten in seinen gesellschaftlichen Bedingtheiten zu entdecken
  • kritikfähiger zu werden (sich selbst gegenüber und gegenüber allen sog. Autoritäten)

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es wichtig ist, die individuellen Entwicklungsprozesse, die im Laufe einer solchen Ausbildung auftreten,   mit dem sozialen Umfeld zu vernetzen. Deshalb sind zu zwei Seminaren die PartnerInnen eingeladen.

 


 

 

Lehranalyse

In der Einzelanalyse werden anhand der eigenen Lebensgeschichte Strukturen, Verläufe und relevante Prägungen mit kreativen Medien gestalttherapeutisch bearbeitet. Die Funktion der Analyse besteht darin, diese inneren Prozesse so bewusst zu machen, dass sie die eigene Arbeit fördern. Die Lehranalyse in der Ausbildung Gestalttherapie umfasst 40 Zeitstunden wahlweise bei einer Analytikerin oder Analytiker. Ein Drittel der Analyse kann mit dem/der PartnerIn durchgeführt werden. Eine Liste der vom WIR – Institut autorisierten LehranalytikerInnen wird den TeilnehmerInnen zur Verfügung gestellt.

 

Referat

Jede/r  TeilnehmerIn erstellt während der Ausbildung in Gestalttherapie ein Theoriereferat. Das Referat wird vorgetragen und schriftlich auf drei bis vier Seiten zusammengefasst. Es soll klassische Themen der Gestalttherapie beinhalten. Das Referat dauert max. 20 Minuten und wird möglichst unter Einbeziehung von Medien vorgetragen. Die jeweiligen SeminarleiterInnen nehmen die Referate ab.

Eine Literaturliste wird den TeilnehmerInnen zum Beginn der Ausbildung ausgehändigt.

 

Gruppe_innen_referat

Eine Teilnehmerin referiert

 

Protokolle

Die TeilnehmerInnen führen ein emotionales Tagebuch, um ihren eigenen Wachstumsprozess festzuhalten. Weiter legt jede/r TeilnehmerIn eine Technikensammlung an, in der die in den Seminaren verwandten Techniken und Übungen dokumentiert werden. Von jedem Seminar erstellt die Gruppe ein Seminarprotokoll. Diese werden den jeweiligen Leitern der Gruppe und der Institutsleitung zugeschickt.

 

Ziel der Ausbildung

Therapeutisch zu arbeiten bedeutet, in einem Prozess innerer Achtsamkeit Menschen dabei zu begleiten, ihr Leben bewusst zu leben:

  • Blockierungen jeder Art zu lösen
  • ihre Ressourcen zu entfalten
  • ihr Potential zu entdecken

Schlüsselbegriff der Gestalttherapie ist der Kontakt. Kontakt findet immer an einer Grenze statt. Zur Entwicklung eines Selbst-Bewusstseins ist es entscheidend, die Wahrnehmung seiner selbst, eines Du und seines sozialen Feldes zu entwickeln.

Zentrale Fragen sind: „Was bewegt mich in meinem Leben? Wie realisiere ich meine Träume? Welche Beziehungen nähren mich? Wie viel Verantwortung übernehme ich dafür? Will ich das so?“

Uns ist eines ganz wichtig geworden: Begleitung von Menschen ist keine Zauberei, sondern zu einem großen Teil handwerkliche Arbeit. Die Entwicklung einer speziellen Intuition im Kontakt ist ein langer Prozess. Der Respekt vor dem Anderen ist das oberste Gebot jeder therapeutischen Beziehung.

Diese Entwicklung lässt Menschen konfliktfähiger werden. Im beruflichen und persönlichen Umfeld stellt sich plötzlich Klarheit ein. Abgrenzung von Wünschen und Erwartungen anderer, der Respekt vor jedem Du und die Einbeziehung der gesellschaftlichen Realität sind Elemente der Ausbildung des WIR-Institutes.

Die nächste Ausbildungsgruppe in Gestalttherapie (GA VI) beginnt am 09./10. Mai 2014. Weitere Termine finden Sie im Timetable.

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